Pumpkin Spice Latte Rezept – fertiger Latte mit Gewürz auf dem Milchschaum

Kennengelernt habe ich das Getränk in den USA. Dort steht ab September in jedem Café irgendetwas mit Pumpkin auf der Tafel, und irgendwann habe ich einen bestellt — halb aus Neugier, halb weil alle anderen auch einen in der Hand hatten. Es hat mir überraschend gut geschmeckt.

Zurück in der Schweiz wollte ich wissen, ob das auch zuhause funktioniert. Die meisten Rezepte im Netz schicken dich dafür erst einmal einen Kürbis kaufen, dämpfen und pürieren. Das ist der gründliche Weg, aber es ist nicht der einzige.

Deshalb stehen hier drei Varianten: eine in fünf Minuten, eine ohne Kürbis, und das Original mit Kürbissirup. Such dir aus, wie viel Aufwand dir das Getränk heute wert ist.

Was ist ein Pumpkin Spice Latte eigentlich?

Ein Pumpkin Spice Latte ist ein Milchkaffee mit Kürbisgewürz. Also: Espresso, aufgeschäumte Milch, dazu eine süße Gewürzkomponente und meist eine Haube Schlagsahne mit etwas Gewürz obendrauf.

Populär gemacht hat ihn eine große Kaffeekette Anfang der 2000er-Jahre, seitdem ist er in den USA das Herbstgetränk schlechthin. In Europa ist er später angekommen und taucht inzwischen ab September auch hier auf den Karten auf.

Pumpkin Spice ist eine Gewürzmischung, kein Kürbisaroma

Das ist der Punkt, den die meisten falsch verstehen — ich auch, bis ich mir die Zutaten angeschaut habe. Pumpkin Spice meint nicht „Kürbisgeschmack“, sondern die Gewürzmischung, mit der in den USA traditionell Kürbiskuchen gewürzt wird: Zimt, Ingwer, Muskat, Nelken, manchmal Piment.

Der Kürbis selbst schmeckt in der Tasse kaum heraus. Er bringt vor allem Körper und eine samtige Textur mit, dazu eine milde Süße, die anders ist als die von Zucker allein.

Und genau deshalb funktioniert das Getränk auch ganz ohne Kürbis. Es schmeckt dann etwas flacher, aber es schmeckt.

Drei Wege zum Pumpkin Spice Latte

AufwandKürbis nötig?Für wen
Weg 1 — mit gekauftem Sirup5 MinutenneinDu willst ihn heute trinken und nicht kochen
Weg 2 — Gewürzsirup selbst gekocht15 MinutenneinDu willst Süße und Gewürz selbst bestimmen
Weg 3 — Kürbissirup, das Original45 MinutenjaDu willst die samtige Textur und den vollen Geschmack

Die Gewürzmischung brauchst du bei allen drei Wegen — bei Weg 1 zumindest fürs Topping. Deshalb fängt es damit an.

Die Gewürzmischung

Zutaten für Pumpkin Spice Gewürzmischung – Zimt, Ingwer, Muskat, Nelken und Piment in Schälchen

Zutaten (ergibt ca. 7 TL bzw. 15 g, reicht für 15 bis 25 Tassen)

ZutatMenge
Zimt, gemahlen3 TL
Ingwer, gemahlen2 TL
Muskatnuss, gemahlen1 TL
Nelken, gemahlen½ TL
Piment, gemahlen½ TL (optional)

Alles in ein kleines Schraubglas geben und schütteln. Fertig.

Ich habe die Gewürze einzeln gekauft und mit dem ergänzt, was ohnehin im Schrank stand. Auf dem Milchschaum macht die Mischung genau das, was sie soll: Sie bleibt oben liegen, färbt den Schaum und gibt bei jedem Schluck etwas Gewürz ab.

Einzelne Gewürze für Pumpkin Spice – Zimt, Ingwer, Muskatnuss, Nelken und Piment

Im geschlossenen Glas hält die Mischung ein paar Monate, verliert aber mit der Zeit an Aroma — gemahlene Gewürze sind flüchtig. Für eine Saison reicht eine Portion. Der Unterschied zu fertig gekauften Mischungen ist übrigens vor allem der Nelkenanteil: Fertigmischungen sind da oft großzügiger, und Nelke übernimmt schnell alles.

Wenn du nur ein Gewürz frisch reiben willst, nimm die Muskatnuss. Da ist der Unterschied am deutlichsten.

Lieber fertig kaufen?

Fünf Gewürze einzeln zu kaufen lohnt sich nur, wenn du sie ohnehin verwendest. Für alle, die die Gewürze nicht im Haus haben, sie nicht einzeln kaufen und auch nicht selbst mischen wollen, gibt es fertige Mischungen:

MischungMengeWofür
Ostmann Pumpkin Spice Latte Würzmischung*16 gKleinste Packung, zum Ausprobieren
Zauber der Gewürze Pumpkin Pie Spice*45 gReicht für die Saison
Rimoco N°726 Bio Pumpkin Spice*55 gBio (DE-ÖKO-007), in der Gewürzdose

Worauf du beim Etikett achten solltest, unabhängig von der Marke: Manche Pumpkin-Spice-Mischungen enthalten Salz oder weitere Zutaten. Für Kürbiskuchen mag das passen, in den Latte gehört es nicht. Dreh die Dose um, bevor du kaufst — auf der Zutatenliste sollten nur Gewürze stehen.

Zur Einordnung der Mengen: Meine Mischung oben ergibt etwa 15 g, also ungefähr so viel wie die kleine Ostmann-Dose. Damit kommst du je nach Dosierung auf 15 bis 25 Tassen.

* Affiliate-Links: Wenn du darüber bestellst, erhalte ich eine kleine Provision. Am Preis ändert sich für dich nichts. Getestet habe ich diese Produkte nicht — die Auswahl zeigt, was es gibt, und worauf du beim Kauf achten musst.

Weg 1: mit gekauftem Sirup (5 Minuten)

Ja, es gibt Pumpkin-Spice-Sirup fertig zu kaufen — meist als Saisonware ab August. Das ist der schnellste Weg: aufmachen, dosieren, fertig.

Ich habe im Supermarkt den Coffee Shop Pumpkin Spice von Schwartau mitgenommen, eine Limited Edition in der 200-ml-Flasche. Damit mache ich meinen Pumpkin Spice Latte im Moment.

Schwartau Coffee Shop Pumpkin Spice Sirup in der 200-ml-Flasche

Der praktische Vorteil: Der Sirup ist bereits gesüßt. Du brauchst also keinen zusätzlichen Zucker in der Tasse — anders als bei Weg 2 und 3, wo du Süße und Gewürz selbst zusammenbaust.

SirupMengeReicht für ca.
Schwartau Coffee Shop Pumpkin Spice*200 ml7–10 Tassen
MONIN Pumpkin Spice*0,7 l25–35 Tassen
MONIN Pumpkin Spice*1,0 l35–50 Tassen
1883 Maison Routin Pumpkin Spice*1,0 l35–50 Tassen

Welche Größe? Monin und 1883 Maison Routin sind Barsirupe, wie sie in Cafés stehen — entsprechend sind die Flaschen dimensioniert. Ein Liter reicht für rund vierzig Tassen. Wenn du erst herausfinden willst, ob dir das Getränk überhaupt zusagt, ist die kleine 200-ml-Flasche der vernünftigere Einstieg.

Zutaten pro Tasse

ZutatMenge
Pumpkin-Spice-Sirup, gekauft20–30 ml (2–3 Pumpstöße)
Doppelter Espresso17–18 g Kaffeemehl
Milch200 ml
Gewürzmischung fürs Topping1 Prise

Sirup in die vorgewärmte Tasse, Espresso darauf, umrühren, aufgeschäumte Milch dazu. Der genaue Ablauf steht weiter unten bei So baust du den Latte zusammen.

Sirup oder Sauce? Neben dem dünnflüssigen Sirup gibt es auch Pumpkin-Spice-Sauce: dickflüssiger, cremiger, näher am Original der großen Kette. Sie löst sich schlechter, bringt dafür mehr Textur mit. Die vier Produkte oben sind alle Sirupe — Saucen findest du eher im Gastro-Handel.

Was du wissen solltest: Fertigsirupe sind in der Regel süßer als selbst gekochte — der Zuckergehalt steht auf dem Etikett, ein Blick darauf lohnt sich. Der häufigste Kritikpunkt in Bewertungen ist ein künstlich wirkendes Aroma. Achte deshalb auch hier auf eine kurze Zutatenliste, und fang mit zwei statt drei Pumpstößen an.

* Affiliate-Links, siehe Hinweis oben. Ich habe diese Sirupe nicht selbst probiert.

Weg 2: Gewürzsirup selbst kochen, ohne Kürbis (15 Minuten)

Das ist der Mittelweg: Du bestimmst Süße und Gewürzmenge selbst, brauchst aber keinen Kürbis und musst nichts pürieren.

Zutaten (ergibt ca. 250 ml, reicht für 8–10 Tassen)

ZutatMenge
Wasser200 ml
Brauner Zucker200 g
Gewürzmischung2 TL
Vanilleextrakt1 TL (optional)
Salz1 Prise

So geht’s:

  1. Wasser und Zucker in einen kleinen Topf geben, unter Rühren aufkochen, bis der Zucker gelöst ist.
  2. Gewürzmischung und Salz einrühren, Hitze reduzieren, 5 Minuten leise köcheln lassen.
  3. Topf vom Herd nehmen und den Sirup 15 Minuten ziehen lassen — hier kommt das Aroma rein, nicht beim Kochen.
  4. Durch ein feines Sieb oder einen Kaffeefilter gießen, Vanille einrühren, in eine saubere Flasche füllen.

Weil hier nichts Frisches drin ist, hält dieser Sirup im Kühlschrank rund vier Wochen — deutlich länger als die Kürbisvariante. Für eine ganze Saison reicht das nicht, aber du musst auch nicht jede Woche kochen.

Geschmacklich fehlt ihm gegenüber Weg 3 die Textur. Er ist klarer, schärfer im Gewürz, weniger rund.

Weg 3: Kürbissirup, das Original (45 Minuten)

Diesen Weg habe ich selbst noch nicht gekocht — er steht hier als die gründliche Variante, die ich als Nächstes ausprobiere. Deshalb fehlt in diesem Abschnitt auch ein eigenes Foto.

Zutaten (ergibt ca. 300 ml, reicht für rund 6 Tassen)

ZutatMengeHinweis
Kürbispüree150 gSelbst gemacht oder aus der Dose — pur, nicht die gezuckerte „Pumpkin Pie Filling“
Wasser150 ml
Brauner Zucker120 gOder 100 ml Ahornsirup, dann wird es karamelliger
Gewürzmischung2 TL
Vanilleextrakt1 TLoptional
Salz1 PriseHebt die Süße

Kürbispüree selbst machen

Dosenpüree ist in den USA Standard, bei uns findest du es am ehesten online oder in Läden mit amerikanischem Sortiment. Selbst machen ist einfacher, als es klingt:

Einen kleinen Hokkaido (ca. 500 g) waschen, halbieren, entkernen und in Spalten schneiden — schälen musst du ihn nicht. Bei 180 °C etwa 25 Minuten backen, bis er weich ist, dann pürieren. Ergibt rund 350 g Püree, also gut zwei Portionen Sirup. Butternut geht auch, ist etwas süßer und muss geschält werden.

Den Sirup kochen

  1. Kürbispüree, Wasser, Zucker, Gewürzmischung und Salz in einen kleinen Topf geben.
  2. Aufkochen, dann bei kleiner Hitze etwa 10 Minuten köcheln lassen. Zwischendurch rühren, der Sirup setzt gern an.
  3. Vom Herd nehmen und durch ein feines Sieb streichen. Diesen Schritt nicht überspringen — ungesiebt bleibt der Sirup grieselig, und das merkst du später in der Tasse.
  4. Vanille einrühren, abkühlen lassen, in ein sauberes Schraubglas füllen.

Im Kühlschrank hält er fünf bis sieben Tage. Kürbispüree ist frisch und ohne Konservierung, deshalb bin ich da vorsichtig: Wenn er anders riecht als am ersten Tag, kommt er weg. Wer länger etwas davon haben will, friert ihn portionsweise in einer Eiswürfelform ein — ein Würfel entspricht ungefähr einer Tasse.

So baust du den Latte zusammen

Ab hier ist der Ablauf bei allen drei Wegen gleich. Ich mache ihn am Siebträger, die Reihenfolge lässt sich aber auf jede Maschine übertragen.

Zutaten pro Tasse

ZutatMenge
Sirup (Weg 1, 2 oder 3)20–30 ml, also 2 EL oder 2–3 Pumpstöße
Espressobohnen17–18 g für einen doppelten Espresso
Milch200 ml
Schlagsahne + Prise Gewürzmischungoptional
Pumpkin-Spice-Sirup in der vorgewärmten Tasse vor dem Espressobezug

  1. Tasse vorwärmen und den Sirup hineingeben.
  2. Milch bereitstellen, bevor du den Espresso beziehst. Sonst steht der Espresso herum und wird bitter.
  3. Doppelten Espresso beziehen, bei mir 17 g Kaffeemehl, Bezug rund 30 Sekunden. Direkt auf den Sirup.
  4. Kurz verrühren, damit sich der Sirup löst, solange der Espresso heiß ist.
  5. Milch aufschäumen auf 60–65 °C, feinporig und ohne große Blasen — wie beim Cappuccino. Wie ich dabei vorgehe, steht ausführlich im Vergleich von Cappuccino und Latte Macchiato.
  6. Milch eingießen, umrühren.
  7. Optional: Schlagsahne obendrauf und eine Prise Gewürzmischung darüberstäuben.
Doppelter Espresso auf dem Sirup, daneben das Kännchen mit aufgeschäumter Milch

Zwei Esslöffel Sirup entsprechen dem Café-Standard. Wer es weniger süß mag, fängt mit einem an und schmeckt nach.

Dunkel geröstete Espressobohnen für den Pumpkin Spice Latte

Ein Wort zur Bohne: In so viel Milch und Gewürz verschwindet jede feine Fruchtnote. Nimm eine kräftige, dunklere Röstung. Ob eine Bohne überhaupt etwas taugt, prüfe ich vorher immer schwarz — die Methode dazu steht im Artikel über schwarzen Kaffee.

Iced Pumpkin Spice Latte

Für warme Septembertage:

  1. Ein hohes Glas mit Eiswürfeln füllen.
  2. Sirup und doppelten Espresso dazugeben, gut umrühren, bis der Sirup gelöst ist.
  3. Mit 200 ml kalter Milch aufgießen.

Die Milch hier nicht erhitzen und nicht aufschäumen. Wer trotzdem Schaum will, schäumt kalte Milch mit einem Handaufschäumer auf und löffelt ihn obendrauf. Für die kalte Variante ist Weg 2 praktisch, weil der klare Sirup sich in kalter Flüssigkeit schneller löst als der dickflüssige Kürbissirup.

Mit Hafermilch statt Kuhmilch

Funktioniert gut, aber nur mit einer Barista-Version. Normale Hafermilch schäumt kaum und flockt bei säurebetonten Kaffees gern aus.

Zwei Dinge helfen:

  • Reihenfolge ändern: erst Sirup und Milch in die Tasse, dann den Espresso vorsichtig dazugeben.
  • Nicht zu heiß schäumen. Bei Hafermilch liegt der Punkt eher bei 60 °C als bei 65 °C.

Geschmacklich passt Hafer sogar besonders gut, weil er von sich aus leicht süß und getreidig ist. Mandelmilch funktioniert auch, harmoniert aber weniger mit der Nelke.

Was beim Nachbauen schiefgehen kann

Zu viel Gewürz. Die Mischung wirkt in der Tasse stärker als im Topf. Vor allem Nelke drängt sich nach vorn und kippt schnell ins Seifige. Lieber mit weniger anfangen.

Kürbissirup nicht gesiebt. Dann hast du feine Fasern in der Tasse. Fällt beim ersten Schluck nicht auf, am Ende sitzt der Satz unten drin.

Milch zu heiß. Über 70 °C schmeckt Milch kochig, und die Süße verschwindet dahinter. 60–65 °C sind das Fenster.

Zu wenig Espresso. Mit einem einfachen Shot schmeckt das Getränk nach gewürzter Milch. Es braucht den doppelten, sonst fehlt der Gegenpol zur Süße.

Beim Gewürzsirup zu lange gekocht. Das Aroma kommt beim Ziehenlassen, nicht beim Kochen. Wer 20 Minuten köcheln lässt, bekommt Karamell mit Zimtnote statt Gewürzsirup.

Wie süß ist das eigentlich?

Ehrlich gerechnet, pro Tasse mit 30 ml Sirup:

  • Weg 3 (Kürbissirup): rund 12 g Zucker
  • Weg 2 (Gewürzsirup): rund 20 g Zucker
  • Weg 1 (Fertigsirup): meist in derselben Größenordnung wie Weg 2, steht auf dem Etikett

Zum Vergleich: Ein Esslöffel Konfitüre hat etwa 10 g. Die großen Café-Becher liegen deutlich höher, weil dort mehr Sirup und eine Sahnehaube zusammenkommen.

Der Pumpkin Spice Latte ist damit eher ein Dessert als ein Alltagskaffee — bei mir steht morgens weiterhin der normale Cappuccino. Was Kaffee gesundheitlich sonst kann und was nicht, habe ich mir in einem eigenen Artikel genauer angeschaut.

Häufige Fragen

Was ist in Pumpkin Spice drin?

Zimt, Ingwer, Muskat und Nelken, oft ergänzt um Piment. Kein Kürbis — der steckt, wenn überhaupt, separat als Püree im Sirup.

Kann ich den Sirup fertig kaufen?

Ja, das ist Weg 1. Von Schwartau* gibt es eine kleine 200-ml-Flasche zum Ausprobieren, von MONIN* und 1883 Maison Routin* die Literflaschen, wie sie in Cafés stehen. Rechne damit, dass Fertigsirupe süßer sind als selbst gekochte.

Und die Gewürzmischung?

Gibt es auch fertig, zum Beispiel von Ostmann*, Zauber der Gewürze* oder als Bio-Variante von Rimoco*. Wichtig: Prüfe die Zutatenliste auf Salz. Mischungen mit Salz sind für Kuchen gedacht, nicht für den Latte.

Geht das auch ganz ohne Kürbis?

Ja, das ist Weg 2. Du verlierst die samtige Textur, das Gewürz bleibt dasselbe. Die meisten Cafés arbeiten ohnehin mit einer Sirup- oder Saucenbasis statt mit frischem Kürbis.

Schmeckt man den Kürbis überhaupt?

Kaum. Er sorgt vor allem für Textur und eine milde Süße im Hintergrund. Im direkten Vergleich merkt man den Unterschied, einzeln getrunken eher nicht.

Geht das auch ohne Espressomaschine?

Ja. Nimm einen kräftigen Mokkakannen-Kaffee oder einen stark gebrühten Filterkaffee, etwa 60 ml. Nur dünner Filterkaffee funktioniert nicht, der verschwindet in der Milch.

Wie lange hält der Sirup?

Der Kürbissirup fünf bis sieben Tage im Kühlschrank, der reine Gewürzsirup rund vier Wochen. Eingefroren beide mehrere Wochen.

Welche Milch eignet sich am besten?

Vollmilch, weil sie am stabilsten schäumt. Von den Alternativen ist Hafer-Barista die beste Wahl.


Was ich selbst mache

Meine Kombination ist im Moment eine Mischung aus Weg 1 und der eigenen Gewürzmischung: gekaufter Sirup für die Süße, selbst gemischte Gewürze auf den Schaum. Der Sirup spart das Einkochen, die eigene Mischung kostet zehn Minuten und schmeckt im Topping deutlich lebendiger als das, was aus der Flasche kommt.

Fertiger Pumpkin Spice Latte mit Gewürz auf dem Milchschaum

Ganz an die amerikanische Version kommt mein Nachbau allerdings nicht heran, und zwar an einer bestimmten Stelle: Das Topping dort war krümeliger als meine gemahlene Mischung. Vielleicht war es sehr klein gehackter, gerösteter Kürbis. Wahrscheinlicher finde ich eine Mischung aus Gewürz und Zucker — Zuckerkristalle sind gröber als Gewürzpulver, das würde die Krümel erklären. Wenn du es genauer weißt: Schreib es mir, ich probiere es aus.

Davon abgesehen: Als Abwechslung zu dem Flat White, den ich sonst trinke, ist der Pumpkin Spice Latte im Herbst genau richtig. Er schmeckt eine Spur wärmer, und an einem kühlen Nachmittag passt das sehr gut.

Die XXL-Variante fürs große Glas

Was mir noch fehlt, ist die Version für ein richtig großes Glas. Die Rechnung dafür ist simpel: Alles wandert im gleichen Verhältnis nach oben, sonst ertrinkt der Kaffee in der Milch.

Normal (ca. 250 ml)XXL (ca. 420 ml)
Espresso1 doppelter, 17–18 g2 doppelte, also rund 80 ml
Milch200 ml300 ml
Sirup20–30 ml35–40 ml

Der typische Fehler dabei: Man erhöht Milch und Sirup, bleibt aber beim einen doppelten Espresso. Dann hat man ein süßes Milchgetränk mit Kaffeearoma und fragt sich, warum es fad schmeckt. Die zweite Portion Espresso ist nicht optional.

Ausprobiert habe ich das noch nicht — sobald ich es getestet habe, ergänze ich hier, was funktioniert hat.